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Depp der Woche: USA, oder: Wie man Wirkung mit Ursache bekämpft.

Manche mögen es schon mitbekommen haben, gestern gab es wieder ein Blutbad in einer US-Lehrstelle (Zum Artikel).

Bemerskenswert ist die Reaktion auf die Tat - Waffenlobbyisten fordern nicht weniger, sondern mehr Waffen. Begründung: "Ein einzelner bewaffneter Student hätte das Blutbad stoppen können - indem er den Täter erschossen hätte."

Aha; Holzhammer-Logik lässt sich auch immer leichter anwenden als die vernünftige Methode - aber Vernunft haben einige Amerikaner wohl schon seit ihrer Amtszeit abgegeben.

Weiterhin etwas fragwürdig, die "Zero-tolerance"-Politik: Einem Zwölfjährigen aus Massachusetts brachte ein gemaltes Bild, auf dem er seine Lehrerin erschießt, eine Anklage ein. Ein Siebtklässler aus Texas bekam Jugendarrest für seinen Halloween-Aufsatz über ein Schulmassaker. Ein Schüler aus Oklahoma wurde in ein Erziehungsprogramm überstellt, weil er seinen Finger als imaginären Pistolenlauf nutzte und abdrückte.

Und zum Schluss, weil so schön:

Mitschüler sind mittlerweile verpflichtet, verdächtige Klassenkameraden zu melden.

17.4.07 13:28


Ganz einfach von A nach B!

Google hat Humor, besonders abseits von Suchmaschine. Da gibt es ja bekanntlich neben Google Earth auch eine Wegbeschreibung, die sich aber zum Teil auch als etwas sehr direkt herausstellt...


Die Strecke soll man übrigens locker in 29 Tagen und 12 Stunden geschafft haben. Prost! 

15.4.07 21:59


Zimmer 483: Chronik eines Verbrechens

Etwas Gutes kann man Tokio Hotel nachsagen: Sie gehen langsam unter.
Wohl ein wenig zu früh, scheinen sich die Produzenten gedacht zu haben, und schoben schwupps ein neues Album hinterher, mit dem prägnanten Namen "Zimmer 483".
Wie es beginnt, so endet es auch: Armselig. Das Grundriff wiederholt sich im gesamten Lied mehr als 20 Mal; Kreativität? Hirn für die Laufzeit des Albums bitte abschalten.
Eines muss man den 4 Jungs aber lassen - sie wurden glätter produziert als ein frisch gelackter Parkettboden. Dem Album fehlt es überall an markanten Ecken oder wenigstens interessanter Lyrik. Apropos Lyrik: Bitte erschießt mich. Die Lyrik hat sich in Sachen Unsinn mal wieder selbst übertroffen: Da zerbrechen Meere, man sieht das Licht der Dunkelheit nicht (die Erkenntnis!), da können Lichter lügen und Regenbögen sterben. Wer das als Interpretationsmöglichkeit ansehen will, wird enttäuscht.

Kommen wir weiter zum Aufbau. Wobei, da gibt es gar nicht viel zu sagen - jedes Lied ist gleich aufgebaut (Kurzes Einspiel, einsetzender Gesang, Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, schlechtes Solo, Strophe, Ende) und so substanzlos wie der Erstling; zugeschnitten auf die Teeniegeneration, in der jeder seinen Schmachtfetzen abbekommt. Und wenn das bei einem Lied nicht der Fall ist - was erstaunlich selten passiert - , so darf man eines ihrer berühmten Emanzen-Poprocksongs erwarten.

Wobei, es gibt eine Ausnahme: Mit Lied Nummer 11 (Vergessene Kinder) machen sie zittrige Schritte in Richtung ernster Themen - und enden in einem völligen Fehltritt. Die peinlich glatte Produktion und die lächerliche Lyrik sowie Bills Keuchgesang wirken hier als Destruenten allererster Güte. Traurig, es hatte Potential.

Man muss zugeben, dass sie sich gebessert haben - wenn auch größtenteils nur durch das Produzententeam hinter ihnen. Auch, wenn
die Soli immer noch eine Beleidigung für wahren Rock und die Stücke an sich nichts weiter als einen Mischmasch scham- und ideenlos zusammengeklauter Riffs darstellen, unter dem Vorwand, Rock zu verkörpern oder in irgendeiner Weise zu produzieren: Liebes TH, das tut ihr nicht.

Trotz alledem darf man gespannt sein, was einen in Zukunft noch erwartet.

P.S.: Wer behauptet, Bills Stimme oder Gesang hätte sich verschlimmbessert, der lügt. Er pflegt, ein jedes Lied mit dem Stöhnen eines überfahrenen Grundschülers zu beenden - fast Mitleid erregend und ebenso abschreckend.

Aber für das nächste Platin wird es sicher reichen.

26.2.07 12:18


Vista ist da - "Wow" now or never.

Seit gestern ist nun Windows Vista da. Schon bemerkt?
Nein?
Auch nicht schlimm. Nun, wie immer gibt es dazu ein tolles Präsentationsvideo.
Fliegende Schlagworte ohne jeden Zusammenhang, Schleichwerbung für Notebooks und billige Beleuchtung - wer kennt das nicht?
Zumindest nicht der, der schon das Mac OS X Video gesehen hat. Und der wird vielleicht auch die ein oder andere Ähnlichkeit entdeckt haben. Kein Wunder - schließlich hat Gates ja auch einen Mac. Und viel Kreativität war noch nie Microsofts Stärke.

In diesem Sinne: Freude, Freude.

1.2.07 22:04


Depp der Woche: Sat. 1 und Killerspiele

Herrlich, wie manche Redakteure sich völlig ihre Kompetenz in Sachen Recherchen und Berichterstattung entziehen.
Nun wird schon Final Fantasy, welches an und für sich ein Rollenspiel(!) darstellt, zum Killerspiel deklariert: "Ein Spiel, in dem die Figuren ohne Gnade töten." Geniale Formulierung. Dazu werden natürlich noch die besonders blutigsten Videoausschnitte aus völlig anderen "Killerspielen" gezeigt, um den Zuschauer zu beeinflussen - sogar aus Filmen, welche mit Spielen gar nichts am Hut haben, nur um etwaiges Geballer und Brutalität zeigen zu können. Und dann kommt noch das Schlagwort schlechthin: Kinderpornographie! Ja, noch mal richtig reinlangen!
Der Gag ist aber, wie sich der Nachrichtensprecher am Schluss selber die Beine seiner Glaubwürdigkeit bricht: "Ein weiteres Thema ist die Verbreitung von Kinderpornographie im Internetz."

Herrlich.

Nachtrag:
"Entsprechende Spiele sollen zukünftig gekennzeichnet werden."
 Steht dann "Achtung, Killerspiel!" auf der Verpackung?

Nachtrag II:
Ich wusste es - ich bin verdammt leet:

24.1.07 18:33


Achtung, Gewaltmusik!

Herrlich, was man so alles im Internet findet; in diesem Falle so etwas wie "Killerspiele", nur eben in Musikform. Und eben nicht der Ede als Hauptprotagonist, sondern ein gewisser Herr Miehling. Noch nie von gehört? Macht nichts, ich auch nicht.

(http://fudder.de/artikel/2006/12/07/achtung-gewaltmusik/)

Nicht jeder, der raucht, bekommt Lungenkrebs. Dennoch wird niemand die Gefährlichkeit des Rauchens abstreiten.

Aber hallo. Rauchen und Gewaltmusik - sicherlich eine tödliche Mischung.

Beispielsweise wissen wir auch, daß Fernsehen – statistisch gesehen – „dick, dumm und gewalttätig“ macht, obwohl das natürlich die meisten für sich persönlich abstreiten würden.

Eigentlich macht nicht Fernsehen dick, sondern das Essen, das man sich hinter die Binde schiebt. Aber egal.

Das mit den Genen erspare ich mir mal, das wäre zu einfach...

Musik, die Gewalt im weitesten Sinne klanglich ausdrückt. Das ohrenfälligste dabei ist das Schlagzeug, das ja akustisch nichts anderes darstellt als Schläge, Schüsse, Explosionen und dergleichen.

Ja... genau! Krieg, Blut, Gemetzel, nichts anderes soll das Schlagzeug darstellen! Und mit den Drumsticks wird gelehrt, wie man Andersdenkende so richtig vermöbelt.

Auch Mainstream-Pop ist aggressiv und deswegen Gewaltmusik.

Bin ich der einzige, der gerade daran denken muss, wie jemand zum Crazy Frog Amok läuft?

Wrumm, drumm, bramm, bamm...

Klassische Musik spricht auch die neueren kognitiven Schichten an, während Gewaltmusik vor allem das Stammhirn anspricht, und dort speziell den Aggressions- und Sexualtrieb.

Ja, wenn ich Massacration höre, dann springt natürlich mein Sexualtrieb an, weil... weil... es Gewaltmusik ist!

Die HipHop-Hosen, die meistens sehr weit runterhängen, sind eine Solidaritätsbekundung mit amerikanischen  Strafgefangenen, die im Gefängnis keine Gürtel tragen dürfen.

Herrlich dämlicher Vergleich, Herr Miehling.

Meine Vision ist in der Tat eine Gesellschaft, die musikkulturell auf der klassischen Musik aufgebaut ist.

Na dann mal viel Spaß bei der Umsetzung.

Nun, aber wie sagte KidNuclear so passend?
Interessanterweise geschahen Dinge wie der Holocaust, diverse Kriege und vieles vieles anderes unter Einfluss von ausschließlich klassicher Musik...

Vielleicht wird am Ende tatsächlichein Verbot stehen, wie es dies auch schon für andere Drogen gibt.

Herrlich, diese Vergleiche...

Übrigens wirkt auch bestimmte Musik auf das Gehirn wie eine Droge; das wurde wissenschaftlich festgestellt.

Würde das die klassische Musik nicht genau so tun?

Es geht dabei um das illegale Herunterladen von Musik, das vor allem dem Verkauf von Gewaltmusiktonträgern geschadet hat, nicht dem Verkauf von Klassiktonträgern.

Das hat selbstverständlich nicht damit zu tun, dass es eine erdrückende Übermacht seitens der "Gewaltmusikhörer" gibt...

Weil es notwendig ist, um unsere Gesellschaft ehrlicher und friedlicher zu machen [...]

Aha, jetzt haben wir's. Die Musik macht uns nicht nur niederträchtig und aggressiv, sie bringt uns auch noch zum Lügen. Jetzt ist's raus, Sie haben's erkannt, Herr Miehling!

Da stellt sich aber die Frage: Da müssen doch einige Politiker ganz schwere Gewaltmusikhörer sein, oder?

17.1.07 20:04


Und nochmal, weil's so schön war...

Ich denke, jeder hat schonmal die Angie gesehen. Oder gehört. Auch egal. Hier jedenfalls ist sie nochmal - und deckt alles auf. Vor allen Dingen, wie oft man Tokio Hotel in 10-12 Sätzen sagen kann.

16.1.07 14:23


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